"Fachvereinigung und Informationsstelle für berufliche Angelegenheiten Medizinischer Dokumentare in Deutschland"
Newsticker (VmDD) 2025/26 :
Jahr 2025/26
- VmDD - Whitepaper veröffentlicht
- Frühjahrsanalyse 2025: Tumorhäufigkeit und Dokumentationsqualität
- VmDD: Langzeitüberleben - Erfassung von Überlebensraten
- 2025: KI-gestützte Dokumentation
- Heute ist Weltkrebstag
- VmDD: Aktualisierte Positionspapiere sowie Jahresbericht veröffentlicht
- VmDD Webseite: Inhalte der Webseite aktualisiert
- EU-Projekt "Ticandac:":Uni Ulm und VmDD schließen sich zusammen
- Neue Partnerschaft mit "Gesundheitsberufe.de"
- 1. Jahresbericht (2022) der VmDD veröffentlicht
- VmDD nimmt am Jahreskongress der TMF e.V teil
- Leitbild und Aufgaben der VmDD veröffentlicht
- Pressemitteilung: Neue VmDD-Studie veröffentlicht
- Pressemitteilung: Vorstellung der "Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD)"
Jahr 2022 - Archiv 2022
Über uns
(aktualisiert am 12. November 2025)
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD)
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) ist eine bundesweit tätige Fachvereinigung und Informationsstelle für berufliche Angelegenheiten medizinischer Dokumentare in Deutschland. Seit ihrer Gründung am 1. Mai 2021 setzt sich die VmDD für die fachliche, strukturelle und berufspolitische Weiterentwicklung der medizinischen Dokumentation ein.
Die VmDD vertritt die Interessen qualifizierter Fachkräfte im Bereich der medizinischen Dokumentation und fungiert als zentrale Informationsstelle für fachlichen Austausch, Vernetzung und berufliche Fragestellungen. Die Leitung der Vereinigung liegt beim Präsidenten; die Arbeit wird gemeinsam mit den Mitgliedern ehrenamtlich bundesweit getragen.
Inhaltlich konzentriert sich die VmDD auf die medizinische Dokumentation sowie die klinische und epidemiologische Krebsregistrierung. Sie begleitet gesundheitspolitische Entwicklungen, bringt fachliche Expertise ein und engagiert sich aktiv gegen den zunehmenden Fachkräftemangel in diesen Bereichen.
Mit der Krankenhausagenda „Med-Doku 2022“ fördert die VmDD die Zusammenarbeit mit Kliniken und Krankenhäusern in Deutschland. Einrichtungen können sich als „Partner der VmDD“ beteiligen und werden im „Register für medizinische Dokumentation (RFMD)“ geführt. Das RFMD dient als Informationsplattform zur Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte im Bereich der medizinischen Dokumentation.
Die VmDD steht für eine konstruktive, lösungsorientierte Zusammenarbeit mit Akteuren des Gesundheitswesens und leistet einen aktiven Beitrag zur Stärkung der medizinischen Dokumentation als festen Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Gehe zu >> Leitbild und Aufgaben der VmDD
Vorwort unseres Präsidenten
Vorwort unseres Präsidenten
(aktualisiert am 12. Oktober 2024)
(Turgay Korucu -Präsident der Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD), Foto: Vor dem Landtag in Düsseldorf ,2021)
Vorwort des Präsidenten>> hier lesen <<
Aktuelle Themen der VmDD (2024/25):
24.10.2025
Ein Whitepaper der Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD)
Von Turgay Korucu – Präsident VmDD, 2025
KI in der medizinischen Dokumentation: Hoffnungen, Hürden und Realitäten
Executive Summary
Die medizinische Dokumentation steht an einem Wendepunkt: Künstliche Intelligenz (KI) verspricht eine Entlastung im Klinikalltag und eine neue Qualität der Datennutzung. Während Pilotprojekte bereits Zeitgewinne und präzisere Befunde zeigen, offenbaren sich zugleich Herausforderungen bei Datenqualität, Haftung und Systemintegration. Dieses Whitepaper der Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) beleuchtet, wo KI heute in der Dokumentation eingesetzt wird, welche strukturellen Hürden bestehen und wie die Zukunft bis 2030 aussehen könnte. Ziel ist es, Chancen und Risiken realistisch zu bewerten – und Wege aufzuzeigen, wie KI zum verlässlichen Partner medizinischer Dokumentation wird.
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08.04.2025
Langzeitüberleben 2025: Bedeutung der Dokumentation für Nachsorgestudien
Die VMDD startet eine neue Initiative zur Erfassung von Überlebensraten nach fünf und zehn Jahren – ein wichtiger Forschungsbaustein zur Evaluierung onkologischer Therapiepfade. Wir konzentrieren uns dabei auf die vollständige Dokumentation von Rezidiven und Spätfolgen, um langfristige Therapieerfolge besser bewerten zu können.
Durch gezielte Zusammenarbeit mit Mehrbereiche-Kliniken werden Fallzahlen validiert und Datenaufbereitung optimiert. Die Initiative soll dazu beitragen, Nachsorgeleitlinien mit realen Evidenzen zu untermauern und eine patientenorientierte Versorgung zu fördern.
Ein zentrales Ziel der Initiative ist es zudem, die Anschlussfähigkeit nationaler Registerdaten an internationale Studienformate zu stärken. Nur durch standardisierte und langzeitstabile Dokumentationsprozesse lassen sich zuverlässige Vergleiche über Ländergrenzen hinweg ziehen – ein entscheidender Faktor für die globale Krebsforschung. Die VMDD sieht darin eine Schlüsselrolle für medizinische Dokumentare. Ihre präzise Arbeit macht es möglich, Versorgungsrealität in belastbare Daten zu überführen und so die Qualität onkologischer Langzeitbetreuung wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln.
14.03.2025
Digitalisierung 2025: KI-gestützte Dokumentation in onkologischen Registern
Im Rahmen eines Forschungsprojekts prüft die VMDD aktuell den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur automatisierten Auswertung von Befundtexten in Pathologie befunden. Erste Pilotdaten belegen, dass KI-gesteuerte Tools die Erfassung relevanter Tumordaten beschleunigen und die Fehlerquote minimieren können.
Unsere Studienarbeit zielt darauf ab, Standards für die sichere, datenschutzkonforme Implementierung solcher Systeme zu entwickeln. Ein erfolgreiches Pilotmodell könnte schon 2026 bundesweit in kooperierenden Kliniken finden.
Begleitend dazu wird die VMDD im Laufe des Jahres 2025 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die medizinische Dokumentar:innen, Onkolog:innen, IT-Fachleute sowie Ethikexpert:innen zusammenbringt. Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes im sensiblen Bereich der Krebsregistrierung ganzheitlich zu bewerten und praxisorientierte Leitlinien zur verantwortungsvollen Nutzung zu erarbeiten. Der Dialog zwischen Fachdisziplinen ist dabei essenziell, um Akzeptanz zu fördern und vertrauenswürdige, qualitätsgesicherte Anwendungen zu ermöglichen.
18.02.2025
Frühjahrsanalyse 2025: Trends in der Tumorhäufigkeit und Dokumentationsqualität
Im Zuge des diesjährigen Frühjahrsscreenings hat die VMDD aktuelle Daten zur Tumorinzidenz sowie zur Vollständigkeit der medizinischen Dokumentation systematisch analysiert. Die Auswertung zeigt deutlich: Eine kontinuierlich verbesserte Datenqualität in den onkologischen Registern bildet die Grundlage für präzisere epidemiologische Auswertungen – und leistet somit einen unmittelbaren Beitrag zur Optimierung der onkologischen Versorgung.
Vor diesem Hintergrund plant die VMDD die Entwicklung praxisnaher Empfehlungen zur Qualitätssicherung in der medizinischen Dokumentation. Ziel ist es, Dokumentationsprozesse weiter zu standardisieren, methodische Lücken zu schließen und die Vergleichbarkeit zwischen Einrichtungen zu erhöhen.
04.02.2025
Weltkrebstag 2025: Gemeinsam gegen Krebs – Die Bedeutung der medizinischen Dokumentation und Krebsregistrierung
Jedes Jahr am 4. Februar wird der Weltkrebstag begangen, um das Bewusstsein für Krebs zu schärfen, Präventionsmaßnahmen zu fördern und die Bedeutung der Früherkennung hervorzuheben. Krebs ist eine der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen und betrifft Millionen von Menschen weltweit. Doch im Kampf gegen die Krankheit spielen nicht nur Ärzte und Forscher eine entscheidende Rolle – auch die medizinische Dokumentation und Krebsregistrierung sind essenzielle Bausteine für eine bessere Versorgung und Therapieplanung.
Seit 2021 engagiert sich die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) ehrenamtlich für den Arbeitssektor der medizinischen Dokumentation und Krebsregistrierung in Deutschland. Die sorgfältige Erfassung, Analyse und Verwaltung medizinischer Daten ermöglicht es, umfassende epidemiologische Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Daten bilden die Grundlage für effektive Strategien in der Krebsbekämpfung, indem sie beispielsweise neue Behandlungsmethoden unterstützen und den Erfolg therapeutischer Maßnahmen evaluieren.
Ohne eine lückenlose medizinische Dokumentation wäre es schwer, Krankheitsverläufe nachzuvollziehen, Forschungsergebnisse sinnvoll zu nutzen und die Qualität der onkologischen Versorgung zu optimieren. Die Mitglieder der VMD leisten daher einen unschätzbaren Beitrag zur Verbesserung des deutschen Gesundheitssystems und unterstützen aktiv die Krebsregistrierung, die essenziell für nationale und internationale Vergleichsstudien ist.
In Deutschland gibt es zahlreiche Organisationen, die sich für die Krebsforschung, Prävention und Unterstützung von Betroffenen einsetzen. Hier sind einige der wichtigsten:
- Deutsche Krebshilfe: Sie setzt sich für die Förderung der Krebsforschung, Aufklärung und Patientenunterstützung ein.
- Deutsche Kinderkrebsstiftung: Speziell für krebskranke Kinder und deren Familien, mit Fokus auf Forschung und Hilfsangebote.
- DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei): Unterstützt die weltweite Suche nach passenden Stammzellenspendern für Leukämiepatienten.
- Deutsche Krebsgesellschaft: Engagiert sich für die Qualitätssicherung in der Krebsbehandlung und bietet Fortbildungen für medizinisches Fachpersonal.
Wer diese Organisationen finanziell unterstützen möchte, kann unter folgendem Link spenden:
Der Weltkrebstag ist eine Gelegenheit, über neue Forschungsergebnisse zu informieren, Betroffene zu unterstützen und politische Entscheidungsträger zum Handeln zu bewegen. Organisationen, Krankenhäuser und Vereine nutzen diesen Tag, um auf die Bedeutung von Prävention, Früherkennung und Therapie aufmerksam zu machen. Auch die VMD nutzt diesen Anlass, um auf die essenzielle Arbeit der medizinischen Dokumentare hinzuweisen, die durch ihre Expertise und ihr Engagement zur Verbesserung der Krebsversorgung beitragen.
Der Kampf gegen Krebs betrifft uns alle. Jeder kann einen Beitrag leisten – sei es durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, einen gesunden Lebensstil oder die Unterstützung von Initiativen und Vereinen, die sich für Betroffene einsetzen. Die Arbeit der medizinischen Dokumentare zeigt, dass auch hinter den Kulissen wertvolle Hilfe geleistet wird, die oft unsichtbar bleibt, aber dennoch einen immensen Unterschied macht.
Lasst uns den Weltkrebstag nutzen, um Solidarität zu zeigen, Wissen zu teilen und gemeinsam an einer besseren Zukunft ohne Krebs zu arbeiten. Denn nur gemeinsam können wir echte Fortschritte erzielen.
25.11.2024
VmDD: Aktualisierte Positionspapiere und Jahresbericht veröffentlicht
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) hat Ihre aktualisierten Positionspapiere sowie den Jahresbericht aus dem Jahre 2022 veröffentlicht:
- VmDD: „Informationsstelle für berufliche Angelegenheiten Medizinischer Dokumentare und Dokumentarinnen in der Bundesrepublik Deutschland“ (Stand: 23.11.2024)
- VmDD: „Abgrenzung von Interessenvertretern im Arbeitssektor der medizinischen Dokumentation in Deutschland“ (Stand: 23.11.2024)
- VmDD: Aktualisierter Jahresbericht der VmDD 2022
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03.02.2024
Universität Ulm und VmDD schließen sich zusammen für EU-Projekt 'Ticandac'
Ticandac: VmDD und Universität Ulm verstärken Zusammenarbeit zur Verbesserung der Datenerfassung bei Kindesmisshandlung in Kliniken
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) engagiert sich ab sofort aktiv im EU-Projekt "Ticandac", das unter der Leitung der Universität Ulm steht und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württembergs gefördert wird. Prof. Dr. Andreas Jud, der Projektleiter der Universität Ulm, hat Herrn Turgay Korucu, den Präsidenten der VmDD, in den nationalen Beirat des Projekts berufen.
Das deutsch-schwedische TICANDAC-Projekt zielt darauf ab, alle Formen von Gewalt gegen Kinder präventiv zu bekämpfen, indem es die nationale Datenerhebung optimiert. Es hilft, Versorgungslücken bei misshandelten Kindern und Jugendlichen zu identifizieren, indem Hindernisse in der Datenerfassung im Gesundheitswesen aufgezeigt und durch ein evidenzbasiertes E-Training die Dokumentation von Kindesmisshandlung gemäß der neuen ICD-11 verbessert werden.
Folgende Schritte sind geplant, um dieses Ziel zu erreichen:
- Systematische Analyse der Hindernisse bei der Erfassung von Kindesmisshandlung in Krankenhäusern
- Entwicklung und Test eines speziellen E-Trainings für Klinikpersonal, das die Kodierung mit der neuen ICD-11 umfasst und die Kapazitäten in Datenerhebung, Fallmanagement, Datenanalyse und -nutzung stärkt
- Evaluierung der Auswirkungen des E-Trainings
- Sensibilisierung und Austausch von Erfahrungen durch verschiedene Maßnahmen
- Verbreitung des E-Trainings, der Tools und weiterer Ergebnisse über digitale Plattformen
Geschlechterperspektiven, Kinderrechte, Kinderbeteiligung sowie die Vernetzung von Interessengruppen und nachhaltige Entwicklung sind zentrale Elemente, die in die Planung, Umsetzung und Evaluierung von TICANDAC einfließen.
Langfristig soll das Projekt zu einer systematischeren und verlässlicheren Kodierung von Krankenhausdaten zu Kindesmisshandlung und -vernachlässigung gemäß ICD-11 führen. Das evidenzbasierte E-Training-Konzept wird breit implementiert, um die Erfassung zu verbessern.
Online-Interviews: Unterstützung durch Medizinische Dokumentarinnen und Dokumentare gesucht!
Die VmDD lädt ihre Mitglieder sowie Nicht-Mitglieder (Medizinische Dokumentarinnen und Dokumentare) ein, das EU-Projekt aktiv zu unterstützen. Wir suchen Interviewpartner*innen, um die Herausforderungen bei der Dokumentation von Kindesmisshandlung im Gesundheitssystem besser zu verstehen.
Melden Sie sich für ein Online-Interview oder leiten Sie die Anfrage an Kolleg*innen weiter, die mit dem Kodierungsprozess vertraut sind.
Für weitere Informationen oder zur Anmeldung kontaktieren Sie uns gerne unter:
E-Mail : teresa.Walter@uniklinik-ulm.de
04.01.2024
VmDD: Neue Partnerschaft mit "Gesundheitsberufe.de"
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) ab sofort offizieller Partner des Bildungsanbieters "Gesundheitsberufe.de" ist. Diese Kooperation eröffnet spannende Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung für Medizinische Dokumentare und Kodierfachkräfte.
Ab sofort haben Sie die Gelegenheit, das Aufstiegszertifikat "Medizinischer Informationsmanager" der VmDD für ausgebildete Medizinische Dokumentare auch über "Gesundheitsberufe.de" zu erwerben. Diese Zusammenarbeit erleichtert den Zugang zu hochwertigen Weiterbildungsmöglichkeiten, um Ihre beruflichen Kompetenzen zu erweitern und Ihre Karrierechancen zu verbessern.
Wir sind überzeugt, dass diese Partnerschaft einen wertvollen Beitrag zur Förderung der beruflichen Entwicklung im Bereich der medizinischen Dokumentation leisten wird. Wir ermutigen Sie, diese neue Möglichkeit zu nutzen und das Aufstiegszertifikat "Medizinischer Informationsmanager" über unseren Partner "Gesundheitsberufe.de" zu erwerben. Weitere Informationen und Anmeldeoptionen finden Sie direkt bei den entsprechenden Ansprechpartnern auf der Plattform.
Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in dieser neuen Partnerschaft.
21.08.2023
(aktualisiert am 12. Oktober 2024)
Handlungsempfehlung VmDD: Anerkennung und Förderung des Berufs Medizinischer Dokumentar
Einleitung und historische Entwicklung
Der Beruf des Medizinischen Dokumentars entwickelte sich als Reaktion auf den wachsenden Bedarf an einer systematischen, strukturierten und qualitätsgesicherten Dokumentation medizinischer Informationen. Mit der fortschreitenden Entwicklung des Gesundheitswesens sowie dem stetigen Anstieg medizinischer Datenbestände hat sich dieses Tätigkeitsfeld kontinuierlich weiterentwickelt und professionalisiert.
In frühen Phasen des modernen Gesundheitssystems kam der medizinischen Dokumentation eine vergleichsweise untergeordnete Bedeutung zu. Dokumentationsaufgaben erfolgten überwiegend dezentral durch medizinisches Personal und Einrichtungen, häufig in papierbasierter Form und ohne einheitliche Strukturen. Mit dem medizinischen Fortschritt und der zunehmenden Komplexität diagnostischer und therapeutischer Verfahren wuchs jedoch der Bedarf an spezialisierten Fachkräften.
Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren wurde in Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen die Notwendigkeit eigens qualifizierter Mitarbeitender für die Erfassung, Organisation und Auswertung medizinischer Daten erkannt. Medizinische Dokumentare übernahmen dabei Aufgaben wie die strukturierte Erfassung von Patientendaten, Krankengeschichten und Befunden sowie die Sicherstellung der Verfügbarkeit und Qualität medizinischer Informationen.
Im Zuge der Digitalisierung des Gesundheitswesens erweiterte sich das Aufgabenspektrum kontinuierlich. Neben der medizinischen Klassifikation und Codierung entwickelten sich medizinische Dokumentare zu Fachkräften für digitale Dokumentations- und Informationssysteme. Heute leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung, Effizienz und Transparenz in der Gesundheitsversorgung sowie zur medizinischen Forschung.
Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven
Trotz dieser fachlichen Bedeutung wird der Beruf des Medizinischen Dokumentars aus Sicht der Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) nicht in allen Bereichen in angemessener Weise berücksichtigt oder gefördert. Parallel zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sind neue Berufsbezeichnungen und Qualifikationsprofile entstanden, darunter auch das Berufsbild des Medizinischen Informationsmanagers.
Nach Einschätzung der VmDD bestehen zwischen diesen Berufsbildern in vielen Fällen inhaltliche Überschneidungen, wobei Unterschiede häufig in der akademischen Einordnung oder der Benennung von Modulen im Rahmen hochschulischer Akkreditierungsverfahren liegen.
Vor diesem Hintergrund sieht die VmDD einen fachlichen Diskussions- und Handlungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf:
- die Würdigung der historischen Entwicklung des Berufs Medizinischer Dokumentare,
- die fachliche Einordnung dieses Berufs innerhalb der Informations- und Dokumentationsdienste im Gesundheitswesen,
- sowie die transparente Darstellung von Qualifikationswegen und Kompetenzprofilen.
Die neue Hierarchietabelle und Klassifikationsdatenbank der VmDD
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) hat eine neue Hierarchietabelle für Berufe im Informations- und Dokumentationsdienst erstellt. Diese basiert auf dem H-Modul der Klassifikationsdatenbank VmDD-Kldb2021. Die Klassifizierung berücksichtigt Entstehungsgeschichte, Komplexität, Bildungsniveau und berufliche Anforderungen. Die umfassende Analyse zeigt, dass der Beruf des Medizinischen Dokumentars aufgrund seiner Geschichte, seiner Bedeutung und seiner vielseitigen Kompetenzen die Spitzenposition innerhalb der Hierarchie einnimmt.
>> Gehe zu - Neue Hirarchietabelle für Berufe im Dokumentations- und Informationsdienst <<
09.06.2023
VmDD: Neue Pressemitteilungen veröffentlicht
(aktualisiert am 12. Oktober 2024)
(aktualisierte Positionspapiere vom 23. November 2024 unter ->Publikationen)
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) hat folgende neue Pressemitteilungen veröffentlicht:
- Neues Register für medizinische Dokumentation (RFMD) von der VmDD veröffentlicht
- Handlungsempfehlung: Neue Hierarchietabelle der VmDD für Berufe im Dokumentations- und Informationsdienst veröffentlicht
- Handlungsempfehlungen für Neuregelungen der VmDD für den Arbeitssektor der medizinischen Dokumentation veröffentlicht
- Handlungsempfehlung: Veröffentlichung des neuen 5-Punkte-Plans (5PP) der VmDD zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Bereich der medizinischen Dokumentation
- Neue VmDD-Studie „Ursachen des Fachkräftemangels in der medizinischen Dokumentation“ veröffentlicht
- Top 10 – Nationales und internationales Ranking 2023 für Krebsregistrierung und medizinische Dokumentation veröffentlicht
>>Gehe zu: Pressemitteilungen<<
05.06.2023
1. Jahresbericht der VmDD veröffentlicht
(aktualisierte Version 6.4 vom 23. November 2024)
(aktualisierte Version 6.4 vom 23. November 2024)
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD) hat ihren ersten Jahresbericht (2022) für den Arbeitssektor der medizinischen Dokumentation in Deutschland veröffentlicht.
Der Bericht beleuchtet neben den vielfältigen Aktivitäten der VmDD unter anderem folgende Themen und Neuregelungen (gemäß VmDD):
Die Vereinigung Medizinischer Dokumentare Deutschlands (VmDD)
Vorwort des Präsidenten, Leitbild und Aufgaben sowie der Tätigkeitsbericht der VmDD für die Jahre 2021-2022.
Der Fachkräftemangel in der medizinischen Dokumentation in Deutschland 2023
Analysen, Fachartikel und wissenschaftliche Studien, darunter die VmDD-Studie 2022 „Gründe für den Fachkräftemangel in der medizinischen Dokumentation“.
Handlungsempfehlungen : Neuregelung für Medizinische Dokumentare in Deutschland ab 2023 (gemäß VmDD).
Einführung einer neuen VmDD-Hierarchietabelle für Berufe im Dokumentations- und Informationsdienst, einschließlich Empfehlungen zu neuen Gehaltstabellen für Medizinische Dokumentarinnen und Dokumentare sowie Medizinische Dokumentationsassistentinnen und -assistenten, der Festlegung von Mindestanforderungen an Arbeitsverträge sowie der Erarbeitung neuer Berechnungsbeispiele, beispielsweise im Hinblick auf die Anwendung von AVR und TV-L.
Register für medizinische Dokumentation (RFMD) 2023 der VmDD für Kliniken und Krankenhäuser in Deutschland
Informationen zur Registrierung und Zertifizierung, Krankenhausagenda „Med-Doku 2022“ für Kliniken und Krankenhäuser.
Top 10 – Nationale und internationale Zahlen und Fakten zur Krebsregistrierung und medizinischen Dokumentation 2023
Top 10-Ranking für nationale und internationale Krebsregister, Stiftungen, Universitäten, Kliniken und Krankenhäuser.
Handlungsempfehlungen 2023 für den Arbeitssektor der medizinischen Dokumentation
Empfehlungen für Arbeitgeber (Kliniken und Krankenhäuser), Arbeitnehmer (Medizinische Dokumentare) und die Politik auf Bundes- und Länderebene für das Jahr 2023.
>> Download "Jahresbericht VmDD 2022"-> (Publikationen-> VmDD 2023)
14.10.2022
(aktualisiert am 12. Oktober 2024)
Zur Klärung von beruflichen Angelegenheiten:
Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Wichtige Mitteilung für Medizinische Dokumentarinnen und Dokumentare aus Nordrhein-Westfalen:
Medizinische Dokumentarinnen und Dokumentare aus NRW, deren Anliegen wir aufgrund fehlender Rechtsgrundlage als VmDD nicht klären konnten, werden gebeten, sich direkt an folgenden staatliche Stelle zu wenden.
Ansprechpartner:
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
-Referat für Infektionsschutz, Hygiene, Krebserkrankungen (VB4)-
Internet: www.mags.nrw
20.04.2023
Nachtrag:
VmDD nimmt am 14. Jahreskongress der TMF e.V. in Köln teil
160 Teilnehmende aus Wissenschaft, Forschung, Behörden und Politik!
Gestern begann in Köln der zweitägige 14. Jahreskongress der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V. Die TMF ist die zentrale Dachorganisation für die medizinische Verbundforschung in Deutschland und agiert im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.
Als Plattform für interdisziplinären Austausch und standortübergreifende Zusammenarbeit trägt die TMF dazu bei, organisatorische, rechtlich-ethische und technologische Herausforderungen der modernen medizinischen Forschung zu identifizieren und zu lösen. Ihre Arbeit umfasst die Bereitstellung von Gutachten, generischen Konzepten, IT-Anwendungen, Checklisten, Leitfäden sowie Schulungs- und Beratungsangeboten. Diese Lösungen stellt die TMF öffentlich und kostenfrei zur Verfügung.
Der TMF-Jahreskongress ist die zentrale Veranstaltung, auf der das vielfältige Themenspektrum und aktuelle Entwicklungen der TMF präsentiert werden. Er richtet sich insbesondere an Mitglieder, die bisher weniger in die TMF-Arbeitsgruppen eingebunden sind, sowie an Wissenschaftler, Forschungsmanager, Vertreter von Forschungsförderorganisationen, Behörden und der Industrie, die möglicherweise bislang nur geringe Berührungspunkte zur TMF hatten.
Das Thema des diesjährigen Kongresses: "Medizin der Zukunft – Wohin führen OMICS, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel?"
Ein besonderes Highlight des gestrigen Tages war das „Patient and Public Involvement“-Panel, das die aktive Beteiligung von Patienten und der Öffentlichkeit an der medizinischen Forschung als wichtigen Trend der heutigen Zeit aufgriff.
>> Gehe zu: Video TMF e.V. Jahreskongress
Zertifikate 2024
für Arbeitgeber
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VmDD Mitgliedschaft 2024
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Neue VmDD Partner 2024:
Die VmDD pflegt Kooperationen mit Kliniken und Krankenhäusern im gesamten Bundesgebiet sowie mit verschiedenen Partnern aus dem Gesundheitswesen, Bildungsanbietern und Bildungsträgern auf Landes- und Bundesebene. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige unserer Kooperationspartner vorstellen.
Neu an Board 2024:
www.gesundheitsberufe.de
" Das Portal für Beruf, Ausbildung, Weiterbildung und Karriere in der Gesundheitswirtschaft"